Kategorien, konzeptuelle Isolate, geistige Repräsentationen

Wir haben unsere Diskussion über die konzeptuelle Wahrnehmung begonnen und ich habe euch gebeten, an einen Hund zu denken und zu untersuchen, was da eigentlich erscheint. Habt ihr an alle Hunde im Allgemeinen gedacht oder ist euch ein geistiges Bild von einem bestimmten Hund im Geist erschienen?

Mir ist mein Hund erschienen.

Also habt ihr an einen bestimmten individuellen Hund gedacht. Sehen alle Hunde so aus? Nein, nicht alle Hunde sehen so aus. Wir haben also einen repräsentativen Hund. Genauso verhält es sich mit allem, an das wir denken. Denke ich an meine Mutter, kommt ein bestimmtes geistiges Bild meiner Mutter in meinen Geist – sie ist jedoch nicht festgelegt auf diese Position und auf diese Zeit, mit der Kleidung, die sie gerade trägt. Dasselbe gilt, wenn wir an den Geschmack von Orangensaft oder den Klang einer Glocke denken. Es gibt eine spezifische Sache, eine Erscheinung, ein geistiges Hologramm eines bestimmten Vertreters der Kategorie.

Sehen wir uns ein Tier an und denken „Hund“, nutzen wir die Kategorie „Hund“, doch wir überlagern diesen Hund nicht mit unserem Bild eines fast archetypischen Hundes. Es verhält sich also etwas anders, wenn wir tatsächlich das Objekt betrachten und „Hund“ oder „was für ein schöner Hund“ denken, oder ob wir nur an einen Hund denken. 

Betrachten wir etwas genauer, woraus sich laut Gelugpa wirklich die Erscheinung zusammensetzt, die mit der konzeptuellen Wahrnehmung entsteht. Hier unterscheiden wir zwischen einem erscheinenden Objekt und dem, was erscheint. Das „erscheinende Objekt“ ist etwas, das sich direkt vor dem geistigen Bewusstsein zu befinden scheint. Auf Tibetisch nennt man es nangyul (snang-yul). Das erscheinende Objekt ist also die Kategorie. Als wir über das Erscheinen sprachen, ging es ja nur um etwas, das entsteht. Eine Kategorie ist ein metaphysisches statisches Phänomen, das keine Gestalt, Form, Farbe oder irgendetwas hat. Es ist das erscheinende Objekt für das geistige Bewusstsein. 

Was erscheint, ist das, was es zugeschrieben ist, und was es zugeschrieben ist, kann man als „geistige Repräsentation“ (tib. snang-ba) einer äußeren objektiven Entität, eines allgemein verständlichen Objektes, übersetzen. Wir haben also das, was sich direkt vor dem geistigen Bewusstsein befindet, eine Kategorie, die Kategorie „Hund“. Was schreibe ich ihr zu? Was vermische ich mit ihr? Ich vermische sie mit einer geistigen Repräsentation eines Hundes. Ein Hund ist eine äußere objektive Entität und diese geistige Repräsentation ist die Repräsentation einer bestimmten Sache. Es ist eine Repräsentation, sie repräsentiert Hunde. Im Wesentlichen handelt es sich dabei auch um ein statisches Phänomen. Es ist das, was einen Hund, einen individuellen Hund festlegt. Um es einfach zu übersetzen, ist es „nichts anderes als“ (tib. ma-yin-pa-las log-pa) ein Hund, ein geistiger Ausschluss, etwas, das „konzeptuell von allen anderen Dingen isoliert“ ist. 

Ich denke also „Hund“ – eine Kategorie. Was schreibe ich ihr zu? Es ist nichts anderes als ein Hund. Damit gehen wir von einer allgemeinen Kategorie zu etwas Spezifischem. Wenn wir ein Tier betrachten und es als „Hund“ sehen, denken wir nicht an „alle Hunde“. Wir ziehen es als eine spezifische Sache in Betracht, die nichts anderes als ein Hund ist. Könnt ihr dem folgen? Es ist nicht wirklich einfach. Hier geht es darum, wie wir eine Verbindung zwischen einer allgemeinen Kategorie und einer spezifischen Sache herstellen. 

„Nichts anderes als ein Hund“ ist auch ein statisches Phänomen; es hat keine Gestalt, Form oder Farbe; es ist ebenfalls metaphysisch. Zusätzlich dazu haben wir einen geistigen Aspekt, der einem spezifischen Hund ähnelt. Nun schreibe ich einer Kategorie eine spezifische Sache „nichts anderes als ein Hund“ zu. Und dann haben wir ein geistiges Bild, welches „nichts anderes als ein Hund“ repräsentiert. Hier haben wir unser allgemeines Konzept eines Hundes und nun überlagern wir dieses allgemeine Ding mit einer spezifischen Sache, die durch dieses geistige Bild repräsentiert wird. 

Die Kategorie ist halb-transparent, was bedeutet, dass sie die metaphysische Entität von „nichts anderes als ein Hund“ leicht verschleiert. Das ist das Problem und hier kommt es zur Verwirrung, weil sich die beiden miteinander vermischen. Wir denken, dass unsere geistige Vorstellung eines Hundes das ist, was ein Hund ist. Denken wir allerdings an Kategorien wie „gut“, „schön“, „attraktiv“, haben wir alle „unser eigenes Konzept“ dessen, was schön, was gut und was attraktiv ist, wie wir es im Westen ausdrücken würden. Wir verwechseln also die allgemeine Kategorie mit dem, was wir konzeptuell isoliert haben und meinen, es würde die Kategorie repräsentieren. 

Ich habe „attraktiv“ konzeptuell von allem anderen isoliert und das ist dann „meine Vorstellung“ davon, was attraktiv ist, wie wir es in unserer westlichen Sprache sagen. Eine Person könnte also eine Sache als die geistige Repräsentation der Kategorie konzeptuell isolieren und eine andere Person etwas anderes, um „ihre Vorstellung“ dessen zu bestimmen, was attraktiv ist, wie ein Hund aussehen sollte, oder wie Currysoße schmecken sollte. Wir können auch einen Geschmack konzeptuell isolieren. Wir können es mit jeder Art von Sinnesobjekt machen und nicht nur mit Sinnesobjekten. Was repräsentiert Glück für uns? Dabei handelt es sich um eine Weise, sich etwas gewahr zu sein. 

Die Kategorie ist laut ihnen halb-transparent und verschleiert es, wodurch wir verwirrt sind, dass diese spezifische konzeptuell isolierte metaphysische Sache diese Kategorie repräsentiert. Wir verwechseln diese beiden. Das bedeutet es, wenn gesagt wird, es ist teilweise transparent. Man sieht nicht, dass es sich dabei um zwei verschiedene Dinge handelt. 

Bei „nichts anderes als ein Hund“ ist das „nichts anderes als“ vollkommen transparent. Man könnte die objektive Entität äußerlich sehen, wenn das äußere Objekt präsent ist. Und es ist dieser geistige Aspekt, der eine Gestalt und eine Form hat, nicht die metaphysische Sache, nicht das „nichts anderes als ein Hund“. Dann gibt es eine Gestalt und Form, wie unser Hologramm, über das wir gesprochen haben, wenn wir etwas sehen. Die Sache mit der Gestalt und Form ist nicht metaphysisch, sie ist ein objektives Ding, doch sie kann nur vom Geist erkannt werden. 

Hier gibt es zwei Fälle. Ein Fall: Ich betrachte dieses Tier und denke „Hund“. Es gibt also die Kategorie „Hund“, die allgemeine Kategorie, welche die Bedeutungs-Kategorie des Lautes „Hund“ ist. Dieser Laut, dieses Wort kann übrigens nicht nur durch Klang repräsentiert werden, sondern auch durch gerade und krumme Linien einer Schrift, die ebenfalls vollkommen willkürlich sind. Jemand hat entschieden, dass diese Kombination von geraden und krummen Linien tatsächlich eine Bedeutung hat, was höchst bemerkenswert ist, wenn man einmal darüber nachdenkt. Im Text wird zwar nicht davon gesprochen, aber ich denke, wir müssen den Klang auf das Geschriebene ausweiten, denn es geht um eine Darstellung, die eine Bedeutung hat. Es gibt eine Kategorie, in der alles das Wort „Hund“, eine geschriebene Darstellung des Wortes „Hund“ ist, egal mit welcher Art der Handschrift es geschrieben wurde, mit welcher Farbe oder Größe. 

Kehren wir aber zurück zu unserem Beispiel. Ich sehe einen Hund. Ich sehe ein Tier und denke „Hund“. Hier sprechen wir natürlich von einer korrekten Bezeichnung. Betrachten wir ihn und denken „Tür“ – eine Tür, als würden wir eine Tür öffnen – ist das ganz offensichtlich nicht korrekt. Auf jeden Fall betrachten wir ihn und bezeichnen ihn als „Hund“; es gibt also die Kategorie „Hund“, sowohl die Hörkategorie als auch die Bedeutungs-Kategorie. Die Bedeutungs-Kategorie ist die Bedeutung der Hörkategorie. Ob die Hörkategorie da ist oder nicht, spielt keine Rolle, es ist nicht notwendig, den Klang des Wortes zu denken. Nun haben wir einen spezifischen Hund, nichts anderes als einen Hund, konzeptuell isoliert. Das geistige Hologramm, das mit einer farbigen Gestalt und Formen erscheint, wird aussehen, wie dieses Tier vor uns. Es ist ein spezifisches Beispiel eines individuellen Hundes und durch dieses ganze Hologramm, das transparent ist, sehe ich den Hund. 

Könnt ihr dem folgen? Es gibt den Hund, ich sehe den Hund. Nun gibt es da ein geistiges Hologramm, das wie der Hund aussieht. Und was hier überlagert wird, ist, dass dies wie eine spezifische Sache und die Kategorie „Hund“ ist. Dann sind wir verwirrt und denken: „alle Hunde sehen so aus“. Das ist wirklich ziemlich subtil und schwierig. Und wenn sich kein Hund vor uns befindet, haben wir unser eigenes persönliches geistiges Bild davon, wie ein Hund aussieht. Die eigentliche physische Form – die Farbe, die Gestalt, der Geschmack oder was immer es ist – dieses geistigen Hologramms ist davon abhängig, ob wir tatsächlich ein Tier betrachten und es einen Hund nennen oder nur an einen Hund denken. Und es könnte ein großer Unterschied sein, wie ich denke, dass ein Hund aussieht und wie du denkst, dass ein Hund aussieht. Wir können auch viele tatsächliche äußere Hunde betrachten und sie alle korrekt als Hund bezeichnen. 

Nehmen wir uns einen Moment Zeit, um darüber nachzudenken, es zu verinnerlichen, und wenn ihr Fragen dazu habt, bitte ich euch sie zu stellen. Damit beginnen wir im Grunde uns zu fragen, was falsch am konzeptuellen Denken ist. Wir müssen diese Frage stellen. Was ist falsch am konzeptuellen Denken? Viele Leute sagen: „Oh, ich muss die ganze Zeit nicht-konzeptuell sein.“ Ein Buddha hat keine konzeptuellen Gedanken, das stimmt, doch wir sollten untersuchen, was das Problem mit dem konzeptuellen Denken ist. Liegt das Problem in der Sprache, den Konventionen von Lauten sowie geraden und krummen Linien, die tatsächlich etwas bedeuten? Ist das das Problem? Was ist das Problem? Warum hat ein Buddha keine konzeptuellen Gedanken? Denken wir einen Moment darüber nach und schauen, ob wir es verstanden haben und vielleicht gibt es dann ein paar Fragen dazu.

Konzeptuelle Wahrnehmung und geistiges Bezeichnen 

Habt ihr Fragen zum konzeptuellen Denken? 

Besteht das Problem hier darin, dass wir ein Objekt haben, das Objekt nicht sehen und es im konzeptuellen Denken mit einem Modell des Objektes verwechseln?

Ich würde nicht sagen, dass das das Problem ist, denn das Modell ist das geistige Hologramm, das es repräsentiert. Ich beziehe mich auf mein Verständnis der Bedeutungs-Kategorie des Wortes „Modell“. Vielleicht ist deine Vorstellung davon, was „Modell“ bedeutet, anders. Das Modell ist das geistige Hologramm. Wenn wir einen Hund sehen und „Hund“ denken, ist das geistige Hologramm, welches ein Hund festlegt, der die Repräsentation eines bestimmten Hundes ist, das Modell des Hundes. Das ist vollkommen transparent und nicht das Problem. Es ist genauso, als wenn wir es sehen – zumindest im Sautrantika, denn im Chittamatra ist es etwas komplizierter, aber darauf werden wir hier nicht weiter eingehen. Was hier verwechselt wird, ist die allgemeine Kategorie und eine spezifische Sache. 

Wenn ein Buddha dieses Tier betrachtet, weiß er, dass es ein Hund ist? Sieht Buddha einen Hund? Das ist die Frage. Ein Buddha denkt nicht im Sinne von Konzepten oder Kategorien, aber sieht ein Buddha einen Hund? Ja, denn es gibt allgemein verständliche Objekte. Und was ist ein allgemein verständliches Objekt? Wir kehren zurück zu unserer Definition – es ist das, worauf sich ein Wort oder Konzept dafür bezieht. Das sind individuelle Phänomene, die konventionell zu der Kategorie gehören. Ein Buddha muss also nicht mit der allgemeinen Kategorie „Hund“ denken, wenn er diesen Hund sieht. 

Was begründet, dass es ein Hund ist? Nun, es gibt ein Konzept und ein Wort, und es ist das, worauf sich das Konzept oder Wort bezieht. Es erschafft keinen Hund. Aber was begründet, dass es so etwas wie einen Hund gibt? Nun, es handelt sich ausschließlich um etwas seitens des Geistes, ein Konzept, eine Kategorie. Doch ein Buddha verwechselt die Kategorie „alle Hunde“ nicht mit dieser festgelegten Vorstellung davon, was ein Hund ist und wie er aussehen sollte. Das kann sich entweder ganz allgemein auf das Denken oder auf dieses spezifische Tier beziehen. Kann ein Buddha anderen Menschen kommunizieren, dass dies ein Hund ist? Natürlich kann ein Buddha kommunizieren – das ist kein Problem – ein Buddha kann reden. 

Wir sollten wirklich in uns untersuchen, wie sehr wir eine individuelle Sache mit einer Kategorie verwechseln, wenn wir etwas denken, kommunizieren oder bezeichnen. Denn wie denken wir normalerweise? „Ein Hund sollte so sein, so aussehen und so weiter.“ In Indien hatte ich einen Hund. Dieser Hund mochte es nicht gestreichelt zu werden; er saß nicht gern auf dem Schoß von jemandem und ging keinen Hundespielen nach. Wenn man einen Ball oder einen Stock warf, sah er einen nur mit einem Blick an, der zu sagen schien: „Du glaubst doch wohl nicht, dass ich dem hinterherrenne?“ Er bellte nicht einmal, wenn Hunde in den Garten kamen. Was ist also meine Vorstellung von einem Hund? Vielleicht denke ich: „Dieses Tier verhält sich nicht wie ein Hund.“ Aber das ist absurd. Es ist eine festgelegte Vorstellung davon, wie ein Hund sein sollte, und ich verwechsle sie mit diesem Tier, diesem Wesen, und sage: „Gut, man könnte es als einen Hund bezeichnen, aber es ist nicht wirklich ein Hund, weil ein Hund so und so und so sein sollte“ und dann bin ich enttäuscht. 

Oder wir suchen nach einem Partner und haben „unsere eigene Vorstellung“ davon, wie ein Partner sein sollte. Es gibt eine Kategorie „Partner“ und ein konzeptuell isoliertes Individuum, wie ein Partner sein sollte. Nun sehe ich diese Person und bezeichne sie „Partner“. „Das ist mein Partner“. Und sogar, wenn er eine korrekte geistige Darstellung dessen ist, wie er oder sie aussieht, ist meine konzeptuell isolierte Darstellung dessen, wie ein Partner sein sollte, ganz anders davon, wie diese Person sich verhält. Wir haben eine „Projektion“, wie wir es im Westen bezeichnen, zusammen mit unrealistischen Erwartungen und denken: „diese Person ist mein Partner“. Wir haben unsere persönliche Vorstellung davon, was das wirklich bedeutet, was wir konzeptuell als das isolieren, wie ein Partner sein sollte. 

Das ist das Problem und ein Buddha tut das nicht. Aber dennoch sieht ein Buddha einen Hund, weiß, was ein Hund ist und kann zu jemandem sagen: „Hey, schau dir mal diesen Hund an!“ Versteht ihr das? Lasst uns wieder einen Moment darüber nachdenken.

Weitere Fragen 

Kann man sagen, dass karmische Samen die Ursachen für diese Repräsentationen sind?

Das ist eine sehr schöne Einleitung zur Chittamatra-Darstellung. Was ist die Ursprungsquelle des eigentlichen Bildes des Hologramms, also wie es aussieht? Befassen wir uns mit Chittamatra, würden wir sagen, dass dies auf einen Samen des Karma zurückzuführen ist. Es ist Teil des Gesamtpaketes dieser Wahrnehmung und ist alles auf einen Samen des Karma zurückzuführen. Aus unserer Sautrantika-Sicht kommt die Ursprungsquelle dieses Bildes unseres persönlichen Hundes hingegen von unserem eigentlichen Hund, wenn wir an einen Hund denken. 

Nun gibt es zahlreiche Ursachen und Bedingungen, die karmische Ursachen sind, und nicht nur karmische Ursachen, sondern auch andere Ursachen unseres Geisteskontinuums, warum dieses spezifische Tier unser Hund ist. Es hängt nicht nur von unserem Karma ab, sondern von den Eltern des Hundes und so vielen anderen Dingen. 

Gibt es einen Unterschied, konzeptuell an einen Hund oder an einen Buddha zu denken?

Ich weiß nicht, ob ein Gedanke unbedingt gefährlicher ist als der andere. Doch lasst uns konkrete Beispiele benutzen. Wenn mein Konzept von einem Hund, also das, was ich als einen Hund isoliere, „etwas, das böse und gemein ist, und mich ständig beißen wird“ ist, besteht offensichtlich eine Gefahr, denn dann bin ich immer sehr nervös und gestresst, wenn ich in die Nähe eines Hundes komme, was der Hund merkt und dann wird er mich wahrscheinlich beißen. 

Was einen Buddha betrifft, kann natürlich das, was wir konzeptuell als einen Buddha und die Qualitäten eines Buddhas isolieren, falsch sein. Wir könnten uns beispielsweise vorstellen, dass ein Buddha wie ein Schöpfergott, ein allmächtiger Schöpfergott ist, doch das trifft nicht auf einen Buddha zu. Wir könnten denken: „Alles, was ich tun muss, ist fügsam zu sein und dann wird Buddha mich retten“. Ist das gefährlicher als zu denken, dass jeder Hund uns beißen wird? Ich weiß es nicht. Es hängt davon ab, was wir konzeptuell als die Bedeutung des Wortes „gefährlich“ isolieren. Zweifellos ist es ein großes Hindernis bezüglich unserer Zuflucht, unserer sicheren Ausrichtung, unseres Zieles auf dem spirituellen Pfad. Denken wir hingegen, dass alle Hunde uns beißen werden, wird das nicht unbedingt unseren spirituellen Fortschritt zunichte machen. 

Was jedoch die zwei Arten der konzeptuellen Wahrnehmung betrifft, über die wir in Bezug auf einen Hund gesprochen haben – mit dem Hund, der gegenwärtig ist, oder wenn wir nur an einen Hund denken – können wir den Hund auch nicht-konzeptuell sehen. Denken wir an einen Buddha im Sinne des so genannten Dharmakaya, des allwissenden Geistes eines Buddhas oder der Erleuchtung im Allgemeinen, können wir das im Grunde nur konzeptuell erfassen. Wir kennen das Wort, wir kennen die Liste der Qualifikationen und wissen damit, was es bedeuten soll, und dann haben wir eine Art der Darstellung dessen, was ein Buddha ist. Doch wir sind nicht wirklich in der Lage, diese Qualitäten wahrzunehmen, sogar wenn wir direkt vor einem Buddha stehen würden. 

Richten wir uns mit Bodhichitta auf unsere individuelle Erleuchtung, die noch nicht stattgefunden hat, ist das der Fokus. Was erscheint denn in unserem Geist, wenn wir über Bodhichitta meditieren? Das, worauf wir uns richten, das Objekt der Ausrichtung, ist „meine individuelle Erleuchtung“. Ich richte mich nicht auf Shakyamunis Erleuchtung oder die Erleuchtung von einem anderen; ich richte mich auf meine eigene, noch nicht stattfindende individuelle Erleuchtung, die auf der Grundlage meiner individuellen Buddha-Natur zugeschrieben werden kann. Das wird laut dem Gelugpa immer konzeptuell sein, bis wir ein Buddha sind, denn wir können niemals nicht-konzeptuell wissen, was Erleuchtung wirklich ist, bis wir Buddhaschaft erlangt haben. 

Was erscheint denn, was ist das geistige Hologramm, wenn wir uns hinsetzen und uns auf Bodhichitta ausrichten? Es muss etwas sein, mit Gestalt und Form, was hilfreich ist, das meine individuelle Erleuchtung repräsentiert, die noch nicht stattgefunden hat. Und so visualisieren wir zum Beispiel eine Buddha-Gestalt. Ich visualisiere also einen Buddha. Ist das meine zukünftige Erleuchtung, meine Erleuchtung, die noch nicht stattgefunden hat? Nein, nicht wirklich. Ich werde nicht so aussehen, es ist eine Repräsentation. 

Wir haben konzeptuell „meine individuelle Erleuchtung, die noch nicht stattgefunden hat“ von der allgemeinen Erleuchtung, der Kategorie, isoliert und haben nun eine Repräsentation, damit wir gewissermaßen darüber nachdenken und uns in der Meditation darauf ausrichten können. Selbstverständlich gehört noch viel mehr zu dem erleuchteten Zustand, als nur so auszusehen, wie dieses geistige Bild. Aus diesem Grund ist es notwendig, sich all der Qualitäten und nicht nur dieser farbigen Formen in einem geistigen Bild gewahr zu sein, wenn wir uns mit Bodhichitta ausrichten. 

Doch das ist nur meine persönliche Vorstellung davon, was Erleuchtung tatsächlich sein wird. Eigentlich habe ich nicht wirklich eine Vorstellung davon, weil ich sie nie nicht-konzeptuell erfahren habe. Es ist also trügerisch, wenn ich meine, dass die Erleuchtung so aussehen wird, sogar wenn sie bezüglich der ganzen Liste der Qualitäten eines Buddhas korrekt ist. Es ist also ziemlich „trick-y“, wie sie im indischen Englisch sagen: „trick-y, very trick-y“. 

Oder wenn wir uns auf Erfolg ausrichten; das ist sogar noch vager, was unsere Vorstellung von Erfolg ist. In unserer westlichen Sprache reden wir über Vorstellungen und in der buddhistischen Analyse gibt es eine viel detailliertere Analyse dazu, was eine Vorstellung tatsächlich ausmacht. Tatsächlich gibt es kein Wort für „Vorstellung“ oder „Gedanke“, doch es gehört alles in diese allgemeine Kategorie geistiger Erscheinungen, geistiger Hologramme.

Die konzeptuelle Kategorie „Leerheit“ 

Dies ist ein Kurs über Erscheinungen – die vierte Sitzung des Tages und die fünfte des gesamten Kurses. Nachdem wir nun konzeptuell isoliert und spezifiziert haben, was diese Vorlesung ist, können wir beginnen. Diese Worte besagen, dass es sich um „nichts anderes als“ dieses Datum und diese Nummer der Vorlesung handelt. Doch das ist eine konzeptuelle Sache, die wir da tun. Wir müssen nicht wirklich an absolut alles einer ganzen Liste denken und sagen, dass es nicht dieses, nicht jenes, nicht dieses und nicht jenes ist. „Es ist nichts anderes als das, was es ist“, ist eine konzeptuelle Sache, die sehr hilfreich ist und im Buddhismus recht ausführlich behandelt wird. 

Sie ist jedoch nicht so einfach zu verstehen und hat etwas mit „entschiedener Bestimmung“ zu tun, über die wir gestern gesprochen haben. Und wenn wir von unterscheidendem Gewahrsein reden, was für gewöhnlich mit „Weisheit“ übersetzt wird, besonders wenn es um die Leerheit geht, muss es eine wirklich sehr entschiedene Bestimmung sein. Wir unterscheiden nicht nur etwas, sondern sind entschieden, dass es „nichts anderes als das ist, was es ist“. 

Wir haben die Kategorie „Leerheit“, eine Hörkategorie, die auf zahlreiche Laute verschiedener Menschen zurückzuführen ist, auf verschiedene Stimmen, die das Wort „Leerheit“ sagen und auf verschiedene Weisen, es zu schreiben. Und zu Beginn haben wir es vielleicht noch mit keiner Bedeutungs-Kategorie in Verbindung gebracht und haben keine Ahnung, was es bedeutet. Wir hören einen Lehrer, der über die Leerheit redet und dann hören wir einen anderen Lehrer über die Leerheit reden. Wir hören, wie jemand „Leerheit“ sagt und ordnen den Klang der Hörkategorie „Leerheit“, „sie reden über Leerheit“ zu, doch wir haben noch immer keine Ahnung, was es bedeutet. 

Dann lesen wir einige Erklärungen oder hören Erklärungen dazu, was damit gemeint ist, und nun leitet sich daraus für uns eine Bedeutungs-Kategorie der Leerheit ab, also was dieses Wort bedeutet. Es gibt hier die allgemeine Kategorie der Bedeutung des Wortes „Leerheit“. Nun gibt es eine konzeptuell isolierte spezifische Bedeutung und wenn ich an die Leerheit denke, vermische ich die Kategorie dessen, was Leerheit bedeutet, mit dieser bestimmten Bedeutung, die ich konzeptuell isoliert habe. 

Dieses konzeptuelle Isolat „nichts anderes als“ ist wie eine Art Mechanismus, der nicht die eigentliche Bedeutung ist, sondern nur ein Mechanismus, dass es „nichts anderes als eine spezifische Sache“ ist, und damit haben wir eine tatsächliche Bedeutung. Es gibt also eine allgemeine Kategorie und dann eine Art Mechanismus, die besagt: „nichts anderes als etwas Spezifisches“. Das ist ebenfalls statisch. Und dann gibt es die Repräsentation eines Beispiels, was eine spezifische Bedeutung ist, die wir für die allgemeine Bedeutung der Leerheit halten. Darin besteht die Verwirrung. 

Die allgemeine Kategorie, die Bedeutung des Wortes „Leerheit“, ändert sich nicht, tut nichts, ist metaphysisch und nur eine Kategorie dessen, was das Wort „Leerheit“ bedeutet. Und dieser Mechanismus, ein konzeptuelles Isolat, tut ebenfalls nichts und ändert sich nicht. Was sich jedoch ändern könnte, ist die eigentliche Bedeutung, die wir als Bedeutung der Leerheit isolieren. Sie könnte ersetzt werden, wenn wir ein besseres Verständnis haben. Auf diese Weise bekommen wir ein immer besseres Verständnis von etwas wie der Leerheit. 

Und wir bekommen nicht nur ein besseres Verständnis der Leerheit, denn wenn wir älter werden und erfahrener sind, haben wir auch eine korrektere Vorstellung davon, wie wir mit verschiedenen Problemen, wie wir mit Kindern und all diesen Dingen umgehen sollten. Wir ersetzen den Inhalt dessen, was eine allgemeine Kategorie, wie „der Umgang mit einem weinenden Kind“, repräsentiert. 

Nicht-konzeptuelle Wahrnehmung der Leerheit 

Das ist also ziemlich spannend. Was bedeutet es zum Beispiel, sich nicht-konzeptuell auf Leerheit auszurichten? Fokussieren wir uns weiter darauf, was das Wort „Leerheit“ bedeutet? Ja, sie ist ein konventionelles Objekt. Es gibt einen Aspekt, in dem Leerheit ein konventionelles allgemein verständliches Objekt ist, welches als das definiert wird, worauf sich das Wort oder Konzept dafür bezieht. Wissen wir, dass es sich um ein Verständnis der Leerheit handelt, wenn wir uns nicht-konzeptuell darauf ausrichten? Ja, aber wir denken nicht „Leerheit, Leerheit, Leerheit“. Wir verwechseln sie nicht mit einer Kategorie dessen, „was Leerheit im Allgemeinen bedeutet“. 

Ich kann nicht so tun, als würde ich es wirklich verstehen, doch wenn wir die verschiedenen Teile haben, die wir benötigen, um zu verstehen was es bedeutet, sich nicht-konzeptuell auf so etwas auszurichten, können wir beginnen es zu analysieren und zu versuchen es herauszufinden. Nehmen wir ein einfacheres Beispiel: Ich sehe einen Hund. Bevor ich konzeptuell „Hund“ denke, sehe ich da einen Hund? Ja, im Gelugpa würde man sagen, dass man einen Hund sieht. Wie weiß ich, dass ich einen Hund gesehen habe? Das ist keine einfache Frage und hierzu gibt es zwei Erklärungen. 

In einer Erklärung, die man im Sautrantika hat, heißt es, dass es da ein so genanntes reflexives Gewahrsein, rangrig (rang-rig), gibt, das Teil dieser Gesamtheit des Momentes der Wahrnehmung und gewissermaßen wie ein Aufnahmegerät ist. Es ist sich gewahr, dass die Wahrnehmung stattgefunden hat und es ist sich gewahr über dessen Korrektheit oder Fehlerhaftigkeit. Und es ist das, was uns erlaubt uns daran zu erinnern. Im Gelug-Prasangika widerspricht man dem, denn dort heißt es, dass es hier viele Unstimmigkeiten gibt, denn müsste man dann etwas anderes kennen, dessen man sich gewahr ist, müsste man wieder etwas anderes kennen, um etwas zu haben, das sich dessen gewahr ist, was eine unendliche Regression ist. Es ist also unstimmig. 

Laut der Gelug-Prasangika-Erklärung haben wir ein implizites Begreifen, dass die Wahrnehmung stattgefunden hat. In der ersten Sitzung haben wir ja den Unterschied zwischen explizitem und implizitem Begreifen besprochen: es gibt ein implizites Begreifen, dass die Wahrnehmung stattgefunden hat und korrekt war, weil sie eine entschiedene Bestimmung war. Ich sehe also einen Hund. Nun gibt es konzeptuelle Isolate, aber auch „Objekt-Isolate“. Ich sehe einen Hund und das Hologramm eines Hundes, farbige Formen und ein Hund erscheinen. Wie gesagt wissen wir auch implizit, dass es „keine Katze“ ist. Das Objekt-Isolat „nichts anderes als diese Sache“ ist hier also inbegriffen – wir wissen vielleicht nicht, was es ist. Denkt daran, dass uns dies erlaubt, uns an diese Sache zu erinnern: „Ich habe es zuvor gesehen, ich kenne nicht den Namen und weiß nicht, was es ist, aber ich erinnere mich daran, es gesehen zu haben“. Hier gibt es also eine Entschiedenheit. Was es zu einer entschiedenen Bestimmung macht, ist, es auch als „nichts anderes als dies“ zu kennen. Es ist also recht klar, dass es dies und nicht etwas anderes ist. Das bedeutet, dass wir auch implizit wissen, dass die Wahrnehmung dessen tatsächlich stattgefunden hat und sie korrekt war, wegen dem „nichts anderes als das, was es ist“. 

Wir haben also eine nicht-konzeptuelle Wahrnehmung der Leerheit. Nun, sie wird nicht einfach ohne Grund stattfinden, doch nehmen wir einmal an, wir hätten dieses nicht-konzeptuelle Verständnis. Ich bin entschieden, es ist eine entschiedene Bestimmung dieses Verständnisses und ich kann mich daran erinnern. Hier spielt es keine Rolle, ob ich das Word „Leerheit“ kenne oder nicht. Wenn diese Wahrnehmung korrekt war, was macht sie dann zu einem Verständnis der Leerheit? Was begründet sie? Nun, sie ist das, worauf sich die Bedeutung bezieht. Sie ist das, worauf sie sich bezieht. Ich wusste nicht, wie man sie nennt, doch das ist egal; dies ist die Bedeutung der Leerheit und ein paar Menschen haben dieses Wort erdacht, es hat eine Bedeutung und die Bedeutung bezieht sich darauf, auf nichts anderes als das, und sie ist korrekt. 

Weiß ein Buddha, worauf sich das Wort „Leerheit“ bezieht? Ja, ein Buddha ist nicht dumm, ein Buddha kennt Sprachen. Doch wenn ein Buddha sie nicht-konzeptuell wahrnimmt, gibt es keine Notwendigkeit für eine Kategorie. Versteht ihr das? Das ist nicht so einfach, aber das sind die Dinge, die wir analysieren müssen, wenn wir mit dem Analysieren beginnen: was ist konzeptuelles Verständnis, was ist nicht-konzeptuell und was geschieht denn eigentlich in der konzeptuellen Wahrnehmung? 

Wer nimmt etwas wahr? 

Ich hoffe nicht, dass es zu schwer für euch war und niemand etwas verstanden hat. Jedenfalls hast du die Frage gestellt, wer es ist, der diese verschiedenen Dinge kennt. „Ich kenne sie“. Müssen wir also denken: „Ich kenne sie, ich, ich, ich, ich kenne sie“? Nein, das müssen wir nicht denken und es ist auch nicht notwendig, diese ganze Erfahrung als etwas wahrzunehmen, über das ich mir bewusst bin. Aber wer war sich dessen gewahr? „Ich war mir dessen gewahr“. Es ist also der gleiche Mechanismus, implizites Begreifen. Wissen wir implizit, dass Wahrnehmung stattgefunden hat, dass sie korrekt war, dass es eine entschiedene Bestimmung gab und wer sie erkannt hat? „Ich habe sie erkannt, nicht jemand anderes“. Doch ich muss keine große Sache daraus machen und mich als getrennten Teil des Geistes sehen, der auf die Erfahrung zurückschaut und denkt: „ich, oh ich, ich habe das gedacht. Ich bin so wunderbar.“ Aber ich existiere, ich habe es wahrgenommen und dies gedacht, mich darauf fokussiert, nicht jemand anderes. 

Da gibt es also geistige Aktivität und wir können von einem Bewusstsein und einem Geist sprechen. Das ist nichts Getrenntes, wie eine getrennte Sache, die sie ausführt, aber da gibt es Bewusstsein, Bewusstsein hat eine Aktivität und es kann eine physische Grundlage dafür geben. Dann stellt sich die Frage: Ist es nur der Geist, der es kennt? Ist es nur Bewusstsein, das etwas kennt, also den Hund kennt, den Hund sieht, und nicht ich, sondern nur das Bewusstsein? Nein, wir würden sagen, dass auch ich ihn sehe. Sowohl das Bewusstsein als auch die Person, das Ich, sieht ihn und erfährt ihn. 

Was für eine Art von Phänomen ist also das „Ich“, die Person? Darüber haben wir bereits gesprochen. Es ist eine nicht-kongruente beeinflussende Variable und das bedeutet, dass es zunächst eine Grundlage der Zuschreibung geben muss, um sich auf das „Ich“ zu fokussieren. Das wäre beispielsweise ein Moment des Geistes. Und dann, im nächsten Moment würden sowohl der Moment des Geistes und die ihm zugeschriebene Person, das „Ich“, erscheinen. Man könnte eine physische Repräsentation eines Körpers oder eines Gehirns haben, doch die meisten von uns beziehen sich gedanklich nicht auf diese Dinge. Wir beziehen uns gedanklich darauf, dass ein Verstehen stattfindet – das ist ein geistiges Hologramm – und auf der Grundlage dieses Verstehens gibt es ein zugeschrieben erkennbares „Ich“, „ich verstehe es“. „Es ist nicht nur der Geist, es ist nicht nur das Bewusstsein, das es versteht; ich verstehe es auch.“ 

Die Grundlage erscheint zuerst. Es ist so, wie wenn wir in einen Spiegel schauen. Zuerst sehen wir eine physische Form und dann, im nächsten Moment, sehen wir weiter die physische Form und auf dieser Grundlage schreiben wir ein „Ich“ zu und sagen: „Nun sehe ich mich.“ War das „Ich“ schon im ersten Moment da oder wurde es im zweiten Moment erschaffen? Nein, es war bereits da. Als Objekt der Ausrichtung haben wir jedoch zuerst die Grundlage und dann das „Ich“, das der Grundlage zugeschrieben ist. Das „Ich“ ist also nichts, was getrennt von der Grundlage der Wahrnehmung ist. Es ist keine eigenständige Sache, die vollkommen getrennt davon ist. Doch sie ist das, was der Grundlage einer Wahrnehmung, eines Körpers und so weiter zugeschrieben wird. 

Gibt es ein „Ich“? Natürlich gibt es ein „Ich“. Wie denke ich an das „Ich“? Die einzige Weise, auf die ich an das „Ich“ denken kann, ist mit einer Art der Grundlage der Zuschreibung. Was ist also die Grundlage der Zuschreibung? Es könnte ein geistiges Bild meines Körpers sein, es könnte das geistige Bild, ein Hologramm, einer Stimme sein, wie wenn ich eine Stimme am Telefon höre und meine, nicht nur eine Stimme, sondern meinen Freund Sascha zu hören. Höre ich Sascha? Ja, ich höre Sascha, aber höre ich nur Sascha? Nein, ich höre eine Stimme und auf der Grundlage der Stimme sage ich, dass ich Sascha höre. Wir können Sascha nicht ohne eine Grundlage kennen, sogar, wenn die Grundlage nur ein Wort ist: „Ich denke an Sascha. Eigentlich denke ich nur das Wort, ich habe kein geistiges Bild.“ Doch auf der Grundlage des geistigen Klanges des Wortes „Sascha“ denke ich an Sascha. 

Gibt es konventionell ein „Ich“, das sich dieser geistigen Hologramme gewahr ist? Natürlich gibt es ein „Ich“. Es ist auf der Grundlage des Gewahrseins der Wahrnehmung, dem impliziten Begreifen der Wahrnehmung, zugeschrieben erkennbar. Es ist auf der Grundlage des impliziten Begreifens, dass die Wahrnehmung mit dem Wahrnehmen stattgefunden hat, zugeschrieben erkennbar. Das ist ziemlich kompliziert. 

Ich sehe einen Hund. Es gibt das Sehen eines Hundes, das gerade stattfindet. Explizit besteht das geistige Hologramm, das erscheint, aus farbigen Formen und einem konventionellen Hund, und implizit findet diese Wahrnehmung zusätzlich dazu, dass es „keine Katze“ und „nichts anderes als ein Hund“ ist, statt. Das wird implizit begriffen. Auf dieser Grundlage wissen wir dann, dass „ich es begriffen habe“, dass „ich es gesehen habe“, denn das ist auf der Grundlage der Wahrnehmung selbst zugeschrieben erkennbar. 

Es ist nicht notwendig zu denken: „ich habe es gesehen“, obwohl wir denken könnten: „oh, ich habe es gesehen, ich habe dich schon einmal getroffen“. Es ist nicht so, dass ein geistiges Hologramm von dir entstand und wir nun konventionell sagen: „ich habe dich gesehen, ich erinnere mich, dich gesehen zu haben. Ich bin es. Ich habe es gesehen.“ Was ich erkläre, ist der Mechanismus, wie wir wissen, dass ich dich gestern gesehen habe. Könnt ihr dem folgen? Es ist nicht wirklich einfach, sondern ziemlich subtil. Doch das ist eine wirklich spannende Frage: Wie weiß ich, dass ich dich gesehen habe, obwohl es kein getrenntes „Ich“ gibt? 

Selbstbilder und vorgefasste Meinungen 

In der Definition der geistigen Aktivität haben wir mit dem Entstehen oder Erzeugen eines geistigen Hologramms hier das Wort „bloße“. Eine andere Möglichkeit ist, es als eine kognitive Beschäftigung mit einem geistigen Hologramm zu betrachten. Das Beschäftigen und Entstehen ist also eine Aktivität, die ohne ein getrenntes „Ich“ stattfindet, das sie stattfinden lässt, sie beobachtet oder erfährt, sogar in Bezug auf einen Buddha. 

Nun können wir natürlich mit der Kategorie „Ich“ an das „Ich“ denken und ein konzeptuelles Isolat haben, sowie etwas, das dieses „Ich“ repräsentiert, das wir dann als „Selbstbild“ bezeichnen, was der westliche Begriff dafür ist. Das kann allerdings ein echtes Problem werden, denn unser Selbstbild ist in Bezug darauf, was es konventionell ist, normalerweise ziemlich unzutreffend: „ich bin ein Verlierer“, „ich bin dick“, „ich bin hässlich“, „niemand liebt mich“, „ich bin Gottes Geschenk an die Welt“, „ich bin ewig jung“. Wir haben alle möglichen, ziemlich verrückten und schlichtweg falschen Selbstbilder. Es könnte ein negatives Selbstbild sein oder eines, mit dem wir uns übermäßig Bedeutung beimessen, wie: „ich bin Gottes Geschenk an diese Welt“ oder „ich bin der Schlaueste von allen“. 

Wir sollten jedoch auch darauf achten, in diesem geistigen Hologramm des „Ichs“, das „mich“ repräsentiert, zu unterscheiden, was es ist und wie es existiert, denn es mag stimmten, dass „ich momentan dick bin“. Dick ist natürlich ein relativer Begriff – er ist relativ in Bezug auf einen Elefanten oder in Bezug auf etwas ganz Dünnem, doch laut einer bestimmten Konvention mag es stimmen, dass „ich momentan dick bin“. Mir scheint jedoch, als würde ich so existieren, als wäre ich „für immer dick“, egal wie ich aussehe. So denken zum Beispiel Magersüchtige. 

Normalerweise vermischen wir viele Kategorien miteinander. Im Sinne einer bestimmten Konvention mag es stimmten, dass ich dick bin, aber vielleicht bin ich glücklich damit. Es könnte auch die Kategorie „das ist gut“ geben, oder eine Kategorie „das ist schlecht, das ist nicht gut“. 

Was es ist, könnte also korrekt oder schlichtweg falsch sein. Außerdem hat es etwas mit einer Konvention einer bestimmten Gruppe von Menschen zu tun. Dieses Problem könnte schlimm genug sein, doch das eigentliche Problem ist, wenn wir eine völlig verzerrte Vorstellung davon haben, wie wir existieren: „Ich bin ein Verlierer, ich kam als ein Verlierer zur Welt und werde immer ein Verlierer sein“, oder „mit diesem Ich stimmt etwas nicht“. Es gibt auch das Hologramm der Müdigkeit, das erscheint und mit dem wir in ähnlicher Weise wissen, dass wir müde sind. Nun, es mag stimmen und wir mögen in diesem bestimmten Moment müde sein, doch das bedeutet nicht, dass wir ab jetzt müde sind, nicht weitermachen können und für die nächsten fünf Minuten müde sein werden. Das bedeutet es nicht, oder? Wenn wir jedoch diese „vorgefassten Meinungen“ haben, wie wir sie im Westen bezeichnen, glauben wir das und dann ist es hoffnungslos. 

Sobald wir uns wirklich mit dieser ganzen Thematik des Verstehens von Erscheinungen, diesen Hologrammen und all den verschiedenen Aspekten davon befassen, ist es äußerst hilfreich, dies zu dekonstruieren und die Probleme zu überwinden, die damit verbunden sind. 

Die Seele und das „Ich“ 

Wie verhält es sich mit der Seele? Wo passt sie in dieses Konzept? Und was ist die Beziehung zwischen der Seele und dem „Ich“?

Hier haben wir wieder eine Hörkategorie „Seele“ und dann die Bedeutungs-Kategorie. Was bedeutet also „Seele“? Ich werde hier nicht weiter auf die Tatsache eingehen, dass es nicht nur eine, sondern zahlreiche christliche Erklärungen dazu gibt, sowie auch islamische, jüdische und alle möglichen anderen Erklärungen dazu, was eine Seele ist und welche Bedeutungen das Wort hat. Das Wort hat also nicht nur eine Bedeutung.

Doch als der Buddha lebte, bezog er sich auf das hinduistische Konzept der Seele – und zu der Zeit gab es nicht nur den Hinduismus, sondern auch schon den Jainismus – er bezog sich auf das, was man im Sanskrit als Atman kennt. Wir können uns ansehen, wie sie in diesen verschiedenen Systemen definiert wird, und das beste Wort, das mir dazu einfällt, ist „Seele“. Wenn die Tibeter dies nun ins Tibetische übersetzen, benutzen sie das Wort „dag“ (bdag), was auch oft als „Selbst“, wie in der Selbstlosigkeit, anatman, übersetzt wird. Reden wir hier von einer Seele, geht es im Grunde um das „Ich“. 

Wie Seine Heiligkeit der Dalai Lama zu sagen pflegt, gibt es keinen Grund, Angst vor dem Wort „Seele“ zu haben. Wichtig ist, eine unmögliche Seele oder ein unmögliches „Ich“ zu differenzieren und zu verstehen, dass es kein „Ich“ oder keine Seele mit diesen Eigenschaften geben kann, denn dies ist unmöglich. Und dann gibt es das konventionelle „Ich“, eine konventionelle Seele oder ein konventionelles Selbst. Das ist nur ein Wort. Warum sollte man Angst vor einem Wort haben? Es ist nur eine Konvention. In unserer Wahrnehmung einer Person, eines Selbst, eines „Ichs“ oder einer Seele muss es zunächst eine Grundlage geben, die erscheint. Wie denkt man an eine Seele? Nun, es gibt eine Art der Repräsentation, ein Licht oder nur den Klang des Wortes „Seele“. 

Es ist die Entität, die niemals stirbt und sich reinkarniert.

Gut, kein Problem. Die buddhistische Sicht ist, dass das konventionelle „Ich“ keinen Anfang und kein Ende hat und sich für immer, von einem Leben zum anderen und in der Erleuchtung fortsetzt. Kein Problem. Wenn ich also diesen Körper sehe, sehe ich nicht nur diesen Körper, sondern die Person. Wollt ihr sie als eine Seele bezeichnen? Man kann sie als Person, Individuum, Selbst oder Ich bezeichnen; das ist nur ein Wort. Ich sehe also auch eine Person. Sie ist ein allgemein verständliches, konventionell existierendes Objekt, nicht nur ein Moment, und sie hat eine Kontinuität. Sehe ich die gesamte Kontinuität? Nein, natürlich nicht, denn ich habe die begrenzte Hardware eines menschlichen Körpers und eines menschlichen Geistes. Ich kann immer nur einen Moment auf einmal sehen. Ich sehe also hier die konventionell existierende Seele beruhend darauf, die farbigen Formen des Körpers zu sehen. 

Hier gibt es die konzeptuelle Kategorie, diese Kategorie „Seele“, „Ich“, „Person“ oder wie auch immer man sie nennen möchte, eine Bedeutungs-Kategorie und was ich konzeptuell als Bedeutung isoliert habe. Durch dieses konzeptuelle Isolat habe ich eine spezifische Bedeutung und was sie für mich bedeutet oder darstellt, ist, dass sie etwas ist, das sich niemals von einem Augenblick zum nächsten ändert und ein monolithisches Ding ist, entweder wie ein kleiner Lichtpunkt oder so groß wie das Universum, und dass sie vollkommen unabhängig von Körper und Geist existiert, ganz von selbst in einen anderen Körper und Geist eingehen kann und damit unabhängig davon ist. 

Diese Art des „Ichs“ ist etwas, das uns beigebracht werden musste. Man würde nicht von Natur aus an so ein „Ich“ denken; es musste uns gelehrt werden. Oder wir können auch das Subtilere betrachten, ein „Ich“, das eigenständig erkennbar ist. „Ich sehe Sascha“. Es scheint, als würde ich nur Sascha sehen. Ich verstehe nicht, dass ich farbige Formen und einen Körper sehe und Sascha auf der Grundlage eines Körpers wahrnehme. Es scheint einfach, als würde ich Sascha sehen, als würde ich Sascha am Telefon hören. Das entsteht ganz automatisch, auch bei Tieren. 

Wenn wir eine Person sehen, ist dies die Erscheinung, das Hologramm. Durch dieses Hologramm nehmen wir die eigentliche Person wahr. Das stimmt jedoch nicht. Wir denken also, dass diese Person tatsächlich eigenständig erkennbar ist. „Ich liebe Sascha“, „ich hasse Sascha“. Was liebe ich, oder was hasse ich? Die Form des Körpers? Die Form des Kopfes? Den Klang der Stimme? Was ist es, das ich hasse oder liebe? Wir sagen einfach: „ich hasse Sascha“, „ich liebe Sascha“. Gehört dies zu unserer Kategorie „unmögliches Ich“, ist es in Ordnung, doch stecken wir ihn in die Kategorie echtes „Ich“, haben wir hier ein Problem. 

Weil wir an dieses falsche geistige Hologramm, diese falsche Erscheinung, geglaubt haben und meinen, das konzeptuell implizierte Objekt (tib. zhen-yul) sei ein tatsächliches „Ich“, wird es nun zu einer Gewohnheit. Und wegen dieser Gewohnheit glauben wir nicht nur weiter, das, worauf es sich bezieht, sei real und Menschen würden so existieren, sondern die geistige Aktivität fährt fort diese trügerische Erscheinung zu erzeugen. Wir glauben nicht nur, dass sich die Erscheinung auf etwas Reales bezieht, sondern es bringt den Geist auch dazu, diese Erscheinung hervorzubringen. „Ich glaube, dass es wahr ist und daher erscheint es weiter auf diese Weise für mich.“ 

Zunächst gilt es sich von der Glaubensvorstellung zu befreien, es würde sich auf etwas Reales beziehen, denn wenn wir glauben, dass es sich auf etwas Reales bezieht, denken wir, es gäbe wirklich diesen „Sascha“ und „Sascha sei so wunderbar“ oder „Sascha sei so furchtbar“. Wie kann Sascha so wunderbar oder so furchtbar sein, ohne den Klang der Stimme, die Form des Körpers, das Verhalten oder irgendetwas, auf dessen Basis wir „Sascha“ sagen und schlussfolgern, dass Sascha wunderbar oder furchtbar ist? Auf der Basis dieser Verwirrung, auf der wir denken, es gäbe einen eigenständig erkennbaren Sascha, auf den wir wütend sind oder an dem wir hängen, entstehen störende Emotionen. 

Doch nehmen wir Sascha nicht durch dieses falsche, unzutreffende geistige Hologramm wahr, fokussieren wir uns mehr auf die Leerheit und darauf, dass es sich auf nichts Reales bezieht und unmöglich ist. Zunächst hören wir damit auf, daran zu glauben, reagieren dann nicht mehr darauf und schließlich wird der Geist dieses Hologramm nicht mehr hervorbringen. Dann richten wir uns auf eine Kategorie „Ich“, die korrekt und zugeschrieben erkennbar ist. Sie stimmt und bezieht sich nicht mehr auf ein getrenntes „Ich“, das für sich erkannt werden kann. 

Das ist ausgesprochen wichtig. Seine Heiligkeit der Dalai Lama betont das immer wieder. Wir können uns das Verhalten von jemandem ansehen und auf der Basis des Verhaltens betrachten wir die Person. Es gibt einen Körper, eine Form, und dem, was der Körper tut, also der Handlung und dem Verhalten, ist eine Person zugeschrieben. Nehmen wir einmal an, der Körper tötet oder schikaniert jemanden, so ist es nicht nur der Körper, der es tut, sondern die Person. Die Grundlage für die Zuschreibung, das Verhalten, kann inakzeptabel, schädlich oder negativ sein, doch das heißt nicht, dass die auf dieser Grundlage zugeschrieben erkennbare Person schlecht ist. Seine Heiligkeit sagt stets, dass man zwischen dem Verhalten und der Person unterscheiden muss. 

Das Verhalten ist schlecht, es ist inakzeptabel, es ist schädlich und es ist notwendig, eine Maßnahme zu ergreifen, damit es aufhört, doch die Person möchte wie jeder andere Mensch glücklich sein, sie möchte nicht unglücklich sein und ist daher ein geeignetes Objekt für Liebe und Mitgefühl. Das erlaubt uns, dem inakzeptablem Verhalten mit Liebe und Mitgefühl zu begegnen. Diese Diskussion mag zwar furchtbar abstrakt, schwierig und philosophisch klingen, doch im Grunde führt sie zu einem äußerst hilfreichem Verhalten und verändert unser Verständnis auf recht praktische Weise, was uns helfen wird, anderen zu nutzen und Befreiung und Erleuchtung zu erlangen. 

Und wenn wir eine ausführliche Erklärung und ein Verständnis darüber haben, wie etwas funktioniert, sind wir auf entschiedene Weise entschlossen, dass es „nichts anderes als dies“ ist. Wohin führt das? Wie gesagt, wissen wir implizit, dass wir uns über diesen Punkt gewahr waren und er korrekt war, und daher sind wir überzeugt, weil wir wissen, dass es stimmt. 

Je mehr wir verstehen, desto überzeugter können wir sein, dass es stimmt. Es beruht nicht nur darauf, dass Buddha es gesagt hat oder unser Lehrer es gesagt hat. Wir können natürlich auch überzeugt sein, weil unser Lehrer oder weil Buddha ja nicht lügen würde und es daher wahr sein muss, doch je mehr wir verstehen, desto überzeugter werden wir. Die Tatsache, dass der Buddha oder unsere Lehrer es gesagt haben, bringt uns dann dazu, es weiter zu erforschen, um zu versuchen, es wirklich selbst zu verstehen.

Was und wer erzeugt die geistigen Hologramme? 

Sprechen wir davon, dass geistige Hologramme auf eine Ursprungsquelle zurückzuführen sind, wie ein Brotlaib auf einen Ofen zurückzuführen ist, das geistige Hologramm wie der Brotlaib ist und der Ofen aus der Sautrantika-Sicht wie eine äußere objektive Entität ist, was erzeugt dann den Brotlaib oder wer bringt ihn hervor?

Hier müssten wir sagen, dass das Hologramm aus den subtilen Energiewinden, der subtilen Energie, besteht und diese Erklärung stammt aus der höchsten Tantra-Klasse, dem Anuttarayoga-Tantra, zu dem wir hoffentlich morgen kommen werden. Nun könnten wir zwischen dem unterscheiden, was die Erscheinung davon hervorbringt, wie etwas existiert und was die Erscheinung hervorbringt, was es ist. Was es ist, hat etwas mit subtilen Elementen zu tun, doch ganz allgemein können wir sagen, dass es aus den subtilen Energiewinden besteht. Es gibt verschiedene Ebenen von ihnen.

Und wenn wir uns fragen, wer sie erzeugt oder wer den Brotlaib erzeugt hat, sollten wir daran denken, dass wir ja von geistiger Aktivität und dem Wort „bloße“ gesprochen haben. Diese geistige Aktivität findet statt, ohne dass es da ein getrenntes „Ich“ oder einen getrennten Geist gibt, der dies tun, es kontrolliert, beobachtet oder erfährt. Wir können also konventionell sagen: „mein Geist hat ein geistiges Hologramm hervorgebracht“, „ich habe ein geistiges Hologramm erzeugt“, „ich habe es erfahren“ und so weiter, doch es ist nicht so, dass es da ein getrenntes „Ich“ gibt. Es handelt sich einfach nur um etwas, was dem Phänomen zugeschrieben wird. 

Habe ich die Photonen dazu gebracht, von dem Hund zu kommen und auf meine Augen zu treffen? Nun, das ist eine schwierige Frage. Wäre ich dem Hund nicht nahe gekommen, hätten die Photonen meine Augen gar nicht erreicht. Bin ich also verantwortlich dafür, dass die Photonen aus dem Hund kamen oder nur verantwortlich für die Photonen, die meine Augen erreicht haben? Was findet hier statt? Und wie wissen wir, dass Photonen aus dem Hund kamen, bevor wir ihn sahen oder bevor irgendjemand ihn sah? Das führt uns dann natürlich zu der Chittamatra-Erklärung, mit der wir uns morgen befassen werden. Konventionell können wir allerdings sagen: „ich habe es gesehen“ und „mein Geist hat das Hologramm hervorgebracht“. Es gibt also ein „Ich“.

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