Verse, um eine Sitzung des Kalachakra-Studiums oder der Kalachakra-Praxis zu beginnen

Mein Wurzel-Lehrer Tsenzhab Serkong Rinpoche, der verstorbene Meisterdebattenpartner und Kalachakra-Lehrer Seiner Heiligkeit des Dalai Lama, hatte die Gewohnheit, jede Kalachakra-Belehrung und jede Kalachakra-Praxis-Sitzung mit den folgenden Versen aus dem Text „Das Gekürzte Kalachakra-Tantra“ (Dus-‘khor bsdus-rgyud) zu beginnen.
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Es gibt das Leiden in einer Gebärmutter (gezeugt zu werden) und im Mutterleib zu verweilen. Die Zeit der Geburt und die Mühsal ein Baby zu sein, sind gleichfalls Leiden. Die Zeit der Jugend und des Erwachsenseins sind erfüllt mit den großen Schwierigkeiten, darüber beunruhigt zu sein, seinen Lebenspartner, sein Geld und sein Wohlstand zu verlieren. Es gibt die Leiden von Alter und Tod; und dann die Furcht einflößenden Situationen, nochmals in einem der sechs umherwandernden Zustände wie beispielsweise in einem der heulenden freudlosen Bereiche (wiedergeboren zu werden). Zahllose umherwandernde Wesen, die durch diese Illusionen verwirrt sind, sind mit Schwierigkeiten gefesselt, mit nichts als Schwierigkeiten.

Jene Wesen, die in diesen unkontrollierbaren sich wiederholen Situation wiedergeboren werden und Menschen sind, sind nur weniger; während jene, die einen Geist besitzen, mit denen sie die vorbeugenden Maßnahmen des Dharma anwenden, noch weniger sind. Dass jemand das erste Fahrzeug des Mahayana besteigt, in welchem man durch die Kraft der Warmherzigkeit und des konstruktiven Handelns ein Klar Entwickelter Buddha werden kann, und darüber hinaus zudem so klug zu sein, die Gewohnheiten des glorreichen, diamantstarken Vajra-Fahrzeuges aufzubauen, ereignet sich nur bei höchst seltenen Gelegenheiten. Aber jenseits dessen (ins Studium und in die Praxis von Kalachakra, den Zyklen der Zeit) einzutreten, welche die höchst begehrenswerten Zustände der Glückseligkeit eines Buddhas hervorbringen werden, ist – ach – sogar noch seltener.