(1) Gemäß den Hinayana-Lehrsystemen: Der Zustand des Nirvana, den Shravaka- oder Pratyekabuddha-Arhats oder ein Buddha unmittelbar nach ihrem Tod in dem Leben erlangen, in dem sie das Nirvana mit Überrest erlangen. Da sie keinen Rest an befleckten Aggregaten mehr besitzen, erlischt ihr Geisteskontinuum wie eine heruntergebrannte Kerze. (2) Gemäß den Mahayana-Lehrsystemen mit Ausnahme der Gelug-Prasangika: Der Zustand, den Shravaka- oder Pratyekabuddha-Arhats unmittelbar nach ihrem Tod in dem Leben erlangen, in dem sie das Nirvana mit Überrest erlangen. Obwohl sie keinen Rest an befleckten Aggregaten mehr besitzen, setzt sich ihr Geisteskontinuum nun in einer gereinigten Form fort. (3) Gemäß dem Gelug-Prasangika, in Bezug auf die Shravaka- und Pratyekabuddha-Arhats: Ihr Zustand während der völligen Vertiefung in Leerheit, in dem es kein Hervorbringen von Erscheinungen wahrhaft begründeter Existenz gibt. In Bezug auf die Buddhas, ihr Dharmakaya des tiefen Gewahrseins.
Tibetisch: ལྷག་མེད་མྱ་ངན་འདས། lhag-med mya-ngan 'das
Sanskrit: nirupadhiśeṣanirvāṇa
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