Die Prinzipien verhaltensbedingter Ursache und Wirkung bilden die Grundlage für ethisches Leben und spirituelle Entwicklung im Buddhismus. Konstruktive Handlungen führen unweigerlich zu Glück, während destruktive Handlungen zu Leid führen, und sogar die kleinsten Taten können in der Zukunft immense Auswirkungen haben. Karma funktioniert nicht als von einer äußeren Macht auferlegtes Schicksal, sondern als das natürliche Entfalten zwingender Impulse, Absichten und Verhaltensweisen, die sich im Geisteskontinuum angesammelt haben. Absicht und Motivation spielen eine entscheidende Rolle, da Handlungen, die unter dem Einfluss von Anhaftung, Feindseligkeit und Engstirnigkeit stehen, die Ursachen für zukünftige Probleme und Unzufriedenheit schaffen. Ethische Selbstdisziplin ist daher wesentlich beim Gestalten zukünftiger Erfahrungen und dem Vermeiden von Leid. Die zehn destruktiven Handlungen von Körper, Rede und Geist illustrieren, wie schädliche Verhaltensmuster uns selbst und andere zu Grunde richten, während ihr Unterlassen die Basis für Wohlergehen und spirituelles Wachstum schafft. Überzeugung in die Prinzipien von Karma entwickelt sich durch Reflexion, Nachdenken und Vertrauen in die Erkenntnisse erleuchteter Wesen, welche die tieferen Funktionsweisen der Wirklichkeit verstehen.