Kommentar zu „Die Tür zum Dharma öffnen“ – Geshe Ngawang Dhargyey

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Das Werk „Die Tür zum Dharma öffnen: Eine kurze Erklärung der Essenz der zahlreichen Fahrzeuge des Buddhas“ des herausragenden Meisters des 20. Jahrhunderts Jamyang Khyentse Chökyi Lodrö (tib. ‘Jam-dbyangs mKhyen-brtse Chos-kyi blo-gros, 1893-1959) bietet eine umfassende Übersicht über die Lehren Buddhas, die in vielfache Fahrzeuge, Drehungen des Dharma-Rades und Übertragungslinien angeordnet sind, und betont, dass sie alle geschickte Mittel sind, welche die Beendigung des Leidens zum Ziel haben. In ihm werden die drei Drehungen des Dharma-Rades als stufenweise Methoden erklärt, durch die der Buddha die Wesen von destruktivem Verhalten, dem Greifen nach einem selbst-begründeten Selbst und allen Sichtweisen der selbst-begründeten Existenz wegführte. In dem Text wird beschrieben, wie die Lehren Buddhas mündlich bewahrt, später zum Tripitaka zusammengefasst und ins Pali, Chinesische und Tibetische übertragen wurden. Die drei höheren Schulungen der ethischen Selbstdisziplin, Konzentration und Unterscheidung (Weisheit) werden als unerlässliche Grundlage aller buddhistischen Pfade dargestellt. Es wird eine ausführliche Erklärung zum Sutra und Tantra gegeben, wobei Tantra als ein Ergebnisfahrzeug beschrieben wird, das sich in der Erleuchtung selbst übt. Die historische Entwicklung des Buddhismus in Tibet wird durch die alten und neuen Übersetzungsperioden und das Formieren der großen tibetischen Traditionen zurückverfolgt. Besondere Aufmerksamkeit wird der Nyingma-Tradition und deren mündlichen, Schatz- und Reine-Sicht-Übertragungslinien gezollt, besonders in Bezug zum Dzogchen. Außerdem wird in dem Text die Wichtigkeit eines nicht-sektiererischen Ansatzes betont.

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