Tibetischer Buddhismus in Han-China im Jahr 1994

Im Jahr 1994 gibt es mehrere akademische Institutionen, die sich der wissenschaftlichen Forschung im tibetischen Buddhismus verschrieben haben, von denen einige Abschlüsse anbieten. Es gibt auch einige staatliche buddhistische Colleges für die Ausbildung einer recht begrenzten Anzahl von gewöhnlichen tibetischen Mönchen und, getrennt davon, einer ausgewählten Gruppe von Tulkus. Beide Lehrprogramme umfassen ein umfangreiches Studium des Leninismus. Es gibt eine Anzahl von Tempeln und Stupas in Beijing und Chengde, der Sommerhauptstadt der Mandschu-Qing-Dynastie, doch wie in den meisten Klöstern der Han-Chinesen in China dienen sie meist als Museen und Touristenattraktionen. In den Klöstern auf Wutaishan (dem heiligen Berg von Manjushri) gibt es vorwiegend Mönche der Inneren Mongolei, die einige Rituale ausführen, aber nicht sehr gelehrt sind. Eine große Anzahl an Han-Chinesen aller Altersklassen in China zeigt Interesse am Buddhismus. Jeder denkt, Tibet wäre ein Teil Chinas und so betrachten sie den tibetischen Buddhismus einfach als eine Form des chinesischen Buddhismus und sind daher offen ihm gegenüber. Doch es gibt keine Möglichkeiten, den Buddhismus zu studieren und zu praktizieren, da es in den Klöstern der Han-Chinesen kaum Lehrer gibt, welche die Kulturrevolution überlebt haben und gewöhnliche Menschen gehen meist nur in die Tempel, um ihren Vorfahren Räucherstäbchen und Kerzen darzubringen.

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